Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie

Worauf ist bei rheumakranken Kindern in der Schule zu achten?

Zunächst sollten Mitschüler über die Art der Erkrankung und der damit verbundenen Beeinträchtigungen (z.B. Morgensteifigkeit, schubartiger Verlauf der Erkrankung) informiert werden.

In der Schule sollte eine zusätzliche Belastung der entzündeten Gelenke vermieden werden. Möglichkeiten für rheumakranke Kinder und Jugendliche hierfür sind: Klassenzimmer im Erdgeschoss, Zugang zum Aufzug, Unterricht meist in demselben Klassenzimmer, Aufenthalt während der Pause im Klassenzimmer, ein 2. Satz Schulbücher, Verlängerung der Zeit für Schulaufgaben bei beeinträchtigter Schreibfähigkeit oder gar der Einsatz eines PC bei sehr schwerem Verlauf, frühzeitiger Förder- bzw. Sonderunterricht, gegebenenfalls auch Hausunterricht.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Schulsport zu: Bei einer akuten arthritischen Symptomatik ist eine generelle Schulsportbefreiung notwendig. Bei Besserung der Entzündung sollten die Kinder die Möglichkeit haben, nach Rücksprache gezielt und ohne Benotung am Sportunterricht wieder teilzunehmen. Auch sollte der Sportunterricht am Ende oder am Anfang der Unterrichtsstunden stattfinden.

Bei Jugendlichen sollten auch frühzeitig Überlegungen zur späteren Berufswahl angestellt und eine entsprechende Berufsberatung bzw. Praktikumsmöglichkeit gezielt eingeleitet werden.

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